Am achten Februar versammelten sich 36 passive und aktive Mitglieder des Musikverein Grombachs im Kleintierzüchterheim in Grombach.

Die Versammlung wurde um 19:35 Uhr mit drei wundervollen Stücken eines Klarinettentrios, bestehend aus unseren Musikerinnen Eva Köhl, Christina Esterle und Sabrina Schroth und unserem Tenorsaxophonisten und Jugendirigenten Thomas Fleck eröffnet.

Dr. Dominik Voll, seines Zeichens erster Vorstand des MVG begrüßte alle Anwesenden Mitglieder, Ehrenmitglieder, unseren Ehrenvorstand, die Dirigenten, Gemeinderäte, Vertreter der Vereine und Gäste.

Es folgte eine kurze Gedenkminute zur Ehrung der verstorbenen Mitglieder und Gönner.

Voll begann dann mit seinem Tätigkeitsbericht. Er stellte die Mitgliederstatistik vor, nach der sich folgende Zahlen ergeben:

Männlich Weiblich Gesamt
Aktive unter 18 21 24 45
Aktive ab 18 20 21 41
Aktive gesamt 41 45 86

 

10 bis <18 Jahre:   52 % aller Musiker

18 bis <27 Jahre:   19 % aller Musiker

Ab 27 Jahre:           29 % aller Musiker

Diese Zahlen seien im Vergleich zu den letzten Jahren relativ stabil und die erfolgreiche und tolle Jugendarbeit spiegle sich in ihnen wider, so Voll.

Anders sehe es bei den passiven Mitgliedern aus. Nach Aktualisierung des Mitgliedersystems ist im letzten ein Schwund von 20 passiven Mitgliedern zu verzeichnen, sodass sich nun eine Zahl von 128 passiven Mitgliedern ergibt. In Summe macht dies also 214 Vereinsmitglieder.

Im Folgenden wurde vom Vorstand ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2013 gegeben. Besonders hervorgehoben wurden die Neuwahlen bei der letztjährigen Mitgliederversammlung.

Er berichtete auch aus der Arbeit der jüngsten Vorstandschaft in der Vereinsgeschichte und beanstandete die Nachlässigkeit und lasche Probemoral einiger Musiker und insbesondere einiger Vorstandschaftsmitglieder.

Diese hätten im Verein eine Vorbildfunktion und müssten zusätzliche Verantwortung übernehmen. Ebenfalls negativ bewertete Voll die harsche und meist destruktive Kritik einiger Musiker am Dirigenten Christian Schuppel. Es bestehe eine Gesamtverantwortung des gesamten Orchesters für den Erfolg von Proben, Konzerten und sonstigen Veranstaltungen – diese läge nicht nur bei einer Person.

Wichtig waren dem Vorstand auch eine gemeinsame musikalische Weiterentwicklung, eine bessere, freundlichere und konstruktivere Zusammenarbeit und ein verbessertes Gemeinschaftsgefühl, das durch neue Ideen und Innovationen der Musiker und der Vorstandschaft aufblühen soll.

Voll schloss mit dem Zitat von Henry Ford: „ Zusammenkunft ist ein Anfang. Zusammenhalt ist ein Fortschritt. Zusammenarbeit ist ein Erfolg,“ und gab das Wort an den Schriftführer Marvin Frank ab.

Dieser gab einen detaillierten Einblick in die Veranstaltungen, Auftritte und sonstigen Ereignissen aus dem Jahr 2013.

Frank hob besonders die Großereignisse hervor, diese waren, natürlich das alljährliche Frühlingskonzert, die wirtschaftlich außerordentlich erfolgreiche Bewirtung auf dem Stadtfest in Bad Rappenau, das Jubiläumswochenende der Freiwilligen Feuerwehr Grombach mit Zapfenstreich und Dorfabend und der Ausflug nach St. Englmar.

Es folgte der Dirigent der aktiven Kapelle Christian Schuppel. Er bewertete das Jahr 2013 als musikalisch durchaus gelungen. Es sei allerdings noch Luft nach oben. Allgemein, so Schuppel, habe sich das musikalische Niveau der Kapelle letztes und auch dieses Jahr verbessert. Allerdings bemerkte auch er, den teils desaströsen Probenbesuch, die störende Unruhe in manchen Proben und die Unpünktlichkeit einiger Musiker. Des Weiteren forderte er mehr Toleranz gegenüber den Maßnahmen, die er aufgrund der negativen Aspekte ergreifen muss und betonte, dass die Stücke für ein Konzert zum guten Gelingen in den Proben sehr viel Zeit benötigen um auch wichtige Details herausarbeiten zu können.

Der Bericht des Jugendleiters Nils Appenzeller wurde durch seine Stellvertreterin Christina Esterle vorgetragen.

Besondere Ereignisse der Jugend waren das Wertungsspiel, bei dem mit einer Punktzahl von 91,8 von 100 Punkten die Höchstwertung „hervorragend“ erreicht wurde und das Jubiläumskonzert der Jugendkapelle, anlässlich seines 20-jährigen Bestehens. Ebenfalls erfolgten Weiterbildungen von Jungmusikern, so absolvierten die Brüder Mika und Dominic Christ das silberne Leistungsabzeichen. Sabrina Schroth, Benita Bürger, Jonas Bohn, Louis Krasniqi und Marvin Frank absolvierten zudem den Mentorenlehrgang, der Inhalte der Vereinsarbeit, Organisation und der musikalischen Leitung von Gruppen und Orchestern vermittelt.

Jugenddirigent Thomas Fleck schloss in seinem Bericht direkt an den des Jugendleiters an. Er betonte die starke Belastung der Musiker durch zahlreiche Veranstaltungen und Auftritte und verordnete dem Jugendorchester im Jahr 2014 ein Schonjahr. Derzeit befinden sich 40 Musiker in Ausbildung. Das Jugendorchester sei ebenfalls ca. 40 Musiker stark.

Schwerpunkt sei dieses Jahr vor allem die Jungmusikerwerbung am Musikfest vom 28. Bis zum 29. Juni. Weitere Auftritte sind das Frühlingskonzert am 12. April und das Adventskonzert am 14. Dezember.

Thomas Fleck schwenkte dann über zur Big Band. Diese habe eine deutliche klangliche, wie allgemein musikalische Entwicklung vollzogen und komme durch einen Bass und eine Sängerin immer näher an die Idealbesetzung heran. Lücken bilden noch das Tenorsaxophon, die Posaunen, die Trompeten und Altsaxophon. Hier würde sich Fleck noch über ein bis zwei Musiker freuen. Auftritte für das Jahr 2014 sind Kulinarissimo, das Frühkonzert am 25. Mai und das Frühkonzert am 1. Advent im Bad Rappenauer Kurhaus.

Rolf Zimmermann, seines Zeichens Kassier stellte die Finanzen des Vereines dar. So sei man aus dem Jahr 2013 mit einem leichten Gewinn herausgegangen. Hierzu beigetragen habe vor allem das Stadtfest, welches ein großer wirtschaftlicher Erfolg war.

Die Kassenprüfer Meinhard Wohlgemuth und Gerd Kreiter hatten bei der Kassenprüfung nichts zu beanstanden und bescheinigten Zimmermann eine ordentliche und vorbildliche Kassenführung. Gerd Kreiter schlug der Versammlung die Entlastung des Kassiers vor.

Stadtrat Franz Fleck nahm nun die Entlastungen vor. Er fügte an, dass der Verein eine immens wichtige Rolle in der Gemeinde und im ganzen Stadtgebiet spiele und ein wichtiger Partner in der kulturellen Zusammenarbeit sei. Die Jugendarbeit sei konkurrenzlos gut bis über die Stadtgrenzen hinaus und ein perfektes Beispiel dafür, dass Jugendarbeit sich lohnen könne.

Getrennt voneinander wurden dann der Kassier, sowie die Vorstandschaft von der Versammlung einstimmig entlastet.

Das zahlreiche Lob wurde dankend angenommen und erwidert. Der Vorstand konnte nun noch weitere vier Terminanfragen der Stadt Bad Rappenau präsentieren und freute sich für das Stadtfest in der evangelischen Kirchengemeinde einen starken Partner für die Bewirtung im zweijährigen Turnus gefunden zu haben.

Er schloss die Versammlung und forderte zum „geselligen Beisammensein“ auf.