Am 28. September 2013 um 6 Uhr in der Frühe war es soweit. In der Dunkelheit startete der traditionelle Ausflug des Musikverein Grombach, das Ziel dieses Mal- Sankt Englmar im Bayrischen Wald.

Nachdem der Binokeltisch und später auch die Mitfahrer aus Kirchardt eingeladen wurden, ging es los.

Einige Zwischenfälle mit einem gewissen Kleidungsstück einer Musikerin, genug zu Trinken und zu Essen, Stimmungsmusik und einige Partien „Mäxle“ heiterten die Fahrt ungemein auf und schnell war auch der letzte, verschlafene Tenorsaxophonist wach.

Die Fahrt war sehr kurzweilig und nach einer Rast und dem Zusammentreffen mit einem anderen Musikverein aus dem Rappenauer Umland kamen wir am Einstieg für die bevorstehende Kanufahrt auf dem Fluss Regen an. Nach einer kurzen Einführung und allgemeinem Gekreische beim Einsteigen in die Boote ging es zunächst langsam aber stetig los.

Stromschnellen, seichte Flussabschnitte und die vielen Stromschnellen und Brücken machten es uns schwer die Boote unter Kontrolle zu halten, doch wie jeder weiß ist nichts unmöglich für die Musiker aus Grombach und so überstanden wir die Tücken des Regen mit teilweise etwas nassen Klamotten.

Weniger Glück hatte eine Gruppe, die beim Zusammenstoß mit einem Felsen kenterte und sich komplett durchnässt nur noch auf den Felsen retten konnten.

Geschafft und durchnässt erreichten alle schließlich den matschigen Ausstieg und nach einer kurzen Umziehpause ging es Richtung Hotel.

Dort angekommen verteilten wir uns auf die gut ausgestatteten Betten, hängten unsere nassen Kleider auf und entspannten uns, entweder im eigenen Zimmer oder im Hallenbad des Hotels. Jeder konnte sich auf seine Weise ausruhen und sich kurz von dem interessanten, aber doch anstrengenden  Programm erholen.

Um 19 Uhr ging es dann weiter. Angesagt war eine Fackelwanderung durch den Wald. So zogen wir als Gruppe kleiner Lichtpunkte den Berg hinauf durch den dunklen Wald. Es wurde viel geredet und gelacht, bis man schließlich wieder am Hotel ankam.

Jetzt steuerte man das auf der anderen Straßenseite gelegene „Weinstadl“ an, in dem uns eine traditionelle bayrische Haxe mit Knödeln und Sauerkraut serviert wurde. Alle waren voll und ganz zufrieden und Papp satt. Die Zweimann-Liveband untermalte den Abend mit Stimmungsmusik und traditionellen Stücken. Immer beliebt waren „Ein Prosit“,  „Ein Stern“  und „Jetzt trink ma oan“. Später am Abend gab sogar unser gesanglich Begabter Musikerkollege Ulrich Appenzeller, bekannt von den „Männern“ ein Lied zusammen mit den beiden Musikern zum Besten.

Für ausgelassene Stimmung und kreischendes Gelächter sorgte auch ein Mann der schon viel vom guten bayrischen Bier gekostet und eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Rocksänger und Schauspieler Marvin Lee Aday, besser bekannt als „Meat Loaf“, hatte.

Wir gingen dann entweder ins Bett oder in die anliegende Disko und ließen den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen traf man sich zum Frühstück wieder, mehr oder weniger gut ausgeschlafen und motiviert für die anstehende Gaudi im Kletterpark.

Nachdem auch das letzte Zimmer geräumt war, packten wir unser Gepäck in unseren Bus und traten den kurzen Fußmarsch zum Hochseilgarten an.

Dort angekommen standen wir zunächst vor verschlossenen Türen.
Das verwaltungstechnische Problem hielt uns doch nur kurz auf, denn bald kam der Betreiber und es konnte losgehen.

Allesamt sahen wir wohl ziemlich lustig aus in voller Klettermontur und nach einer Einführung und einem sehr kleinen Übungsparcour durfte dann jeder losziehen die einzelnen Kletterrouten zu meistern.

Einige schafften es alle Routen durchzustehen, sogar die Blaue Route, mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad.

Die kalten Hände verwandelten sich schnell in brennend heiße und am Ende war wirklich keinem mehr kalt. So hingen wir gute zwei ein halb Stunden in den Bäumen und rutschten, kletterten, lachten und schrien was das Zeug hielt.

Am Ende der Kletterzeit verweilten wir kurz um einen Kaffee zu trinken oder ein Eis zu essen und begaben uns dann zurück zum Bus.

Die nächste Station war ein Restaurant in dem wir zum Mittagessen einkehrten. Das vorher bestellte Essen schmeckte allen sehr gut und besonders viel Freude bereitete einigen Musikern der Spielplatz vor dem Restaurant.

Nach kurzem Herumgealbere stiegen wir wieder in den Bus ein und fuhren einige Zeit zurück in Richtung Heimat. Wieder war die Fahrt eher kurzweilig. Viele Musiker versuchten etwas Schlaf nachzuholen und nur noch einige Wenige redeten etwas.

Doch auch diese Müdigkeit verflog und so wurden wieder Würfelbecher und Würfel ausgepackt und es folgten viele Partien „Mäxle“. Wieder hielten wir auf dem gleichen Rasthof wie auf der Hinfahrt und trafen auch dieses Mal wieder die Kapelle von der Hinfahrt. Kurz vor Kirchardt und Grombach machten wir noch einmal Pause in Cleversulzbach zum gemeinsamen Abschluss mit Abendessen im Besen.

Nachdem auch das erledigt war und unser Vorstand endlich seine wahre Gestalt in Form eines Piraten, geschminkt durch eine sehr nette Frau, angenommen hatte, begaben wir uns auf die letzte Etappe des Nachhausewegs.

Etwas nach 21 Uhr kamen wir schließlich erschöpft, aber glücklich zunächst in Kirchardt und schließlich auch in Grombach an und alle wollten nur noch eins- ins Bett.

Der Ausflug war wie immer ein tolles Erlebnis und wir sind als Verein wieder mehr zusammen gerückt. Ein großes Dankeschön gilt Nils Appenzeller, der sich um die Organisation und das Einholen des Angebots gekümmert hatte und auch Steffen Nahler, unserem Reisebegleiter das ganze Wochenende über- er musste so einiges mit uns ertragen!