Bereits nach den ersten Takten des Eröffnungstückes ‚Gonna fly now‘, war wohl jedem der rund 200 Zuhörer in der Schlossberghalle klar, dass dies ein ganz besonderer Konzertabend werden würde. Die gastgebende MVG Big Band zeigte in Ihrem Teil schon eine große Bandbreite verschiedener Stilrichtungen und einmal mehr konnte unsere Sängerin Kristina Eroglu zeigen, was in ihr steckt. Sie meisterte die Stücke von Michael Bublé (Haven’t Met You Yet, Save The Last Dance For Me), Robbie Williams (Shine My Shoes, Beyond The Sea, Minnie The Moocher) und Georg Gershwin (Summertime) gewohnt souverän und auch das Duett mit unserem Schlagzeuger Thomas Roth bei ‚Quando, Quando‘ begeisterte die Zuhörer. Zwischendurch durfte unser Altsaxophonist Timo Appenzeller bei ‚Fly Me To The Moon‘ sein Gesangstalent unter Beweis stellen. Die Musiker der Big Band konnten bei diesen Stücken und einigen Instrumentalstücken, sowie bei ihren Solos und Improvisationen ebenfalls zeigen, was in Ihnen steckt.

Als besondere musikalische Leckerbissen konnten die Zuhörer bei ‚Close To You‘ von den Carpenters und auch bei ‚Gonna Fly Now‘, Hans-Jürgen Waidler am Flügelhorn bzw. der Trompete gemeinsam mit der MVG Big Band erleben.

Nach einer kurzen Umbaupause betrat dann die Abbey Road Big Band aus Ornbau bei Ansbach die Bühne. Die rund 20 Jahre mehr Erfahrung und Routine konnte man bereits beim ersten Stück ‚The Groovemaker‘ von Peter Herbolzheimer hören. Auch diese Big Band zeigte ein breites Spektrum der Big Band Musik mit ausgefeilten Instrumentalsolos und einer ausgezeichneten Sängerin. Diese konnte vor allem bei ‚I Love Paris‘ (Ganz Paris träumt von der Liebe) von Cole Porter und ‚Over The Rainbow‘ glänzen. Auch bei den Stücken seiner Big Band griff Hansi immer mal wieder selbst zur Trompete und die Improvisationen von ihm und seinen Musikern erhielten viel Applaus. So war es auch kein Wunder, dass die Band nach den beiden Zugaben ‚Never Can Say Goodbye‘ von Gloria Gaynor und ‚In the Mood‘ mit Standing Ovations verabschiedet wurden.

Alles in allem war dies ein sehr gelungener Konzertabend und eine gute Werbung für diese Art der Musik. Sowohl die Zuhörer als auch die Musiker waren sich einig, dass dies nicht der letzte gemeinsame Auftritt der beiden Big Bands sein sollte.