Musiker in Contrexéville

Über Musik zu sprechen ist wie über Architektur zu tanzen.“-Frank Zappa
Dieses Zitat trifft auf keinen Fall auf unseren Ausflug nach Contrexéville zu, denn über jenen gibt es sehr viel zu sprechen, zu erzählen und zu lachen.

BusfahrtAm 13. Juli 2012 begab sich eine 24-köpfige Auswahl unseres Musikvereins um 9 Uhr nach Bad Rappenau zum Parkplatz am Bahnhof. Nachdem alle Instrumente verstaut wurden starteten wir mit guter Laune in Richtung Contrexéville. Auf der Fahrt aßen wir uns mit Büchsenwurst und Knabberzeug satt. Als wir nach dem kurzen Stopp im Stau, in Straßburg ankamen, wurden wir von einem freundlichen Motorradfahrer der Polizei zum Hinterhof der Autobahnpolizei gebracht. Wir sind offenbar zu schnell gefahren. Die Stimmung stieg dadurch noch mehr.  Da an diesem Tag Aktionstag der Polizei war erhielt unser Fahrer nur eine Belehrung und keine Strafe. Wir setzten unsere Fahrt dann fort und machten eine halbstündige Pause am Rasthof Hochkönigsburg in der Nähe der gleichnamigen Burg. Nach einer weiteren Etappe mit zahlreichen Serpentinen erreichten wir die ‚Col de la Schlucht‘, dort besichtigten wir auch die Sommerrodelbahn und einige unserer Musiker hatten sehr viel Spaß den Berg mit den blauen Schlitten hinunterzufahren. Nachdem alle zum Bus zurückgekehrt waren und ‚Doktor Dick‘ seinen Mittagsschlaf beendet hatte fuhren wir den Berg hinunter in Richtung des Sees von Gerardmer. Danach ging es direkt nach Contrexéville, wo wir im Rathaus der Stadt mit Sekt empfangen und nach einer kurzen Ansprache des stellvertretenden Bürgermeisters von Contrexéville schließlich auf unsere Gastfamilien verteilt wurden.

PlatzkonzertAm Abend haben alle ein exzellentes Abendessen bei ihren Gastfamilien genossen und mit Erfolg die Sprachbarrieren überwunden. Anschließend fielen dann alle totmüde ins Bett. Am Samstag morgen bewunderten wir das perfektionierte Defilieren der Feuerwehr und nahmen anschließend beim Sektempfang ein zweites Frühstück zu uns. Danach kamen wir wieder in den Genuss der französischen Küche, entweder in einem Restaurant oder bei den Gastfamilien zu Hause. Beim Zusammensitzen über dem Tag, wurde einem Musiker geholfen, sein traumatisches Erlebnis im Zusammenhang mit einer Nasszelle zu verarbeiten. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung bis wir uns schließlich um 16 Uhr zusammenfanden um einen eineinhalbstündigen Auftritt an den Quellen von Contrexéville zu spielen. Der Auftritt war gut besucht und wir hatten viel Spaß. Danach brachten wir unsere Instrumente in den Theatersaal des Casinos und besuchten dann die Trinkhalle, in der drei Rappenauer, die sich um die Stadt verdient gemacht hatten, zu sogenannten Wasserschmeckern ernannt wurden. Am Abend aßen wir am Tennisgelände zu Abend und konnten die tollen Tennisspielerinnen in packenden Matches bewundern. Schließlich begaben wir uns zum See von Contrexéville, bewunderten das tolle Feuerwerk und feierten unter anderem mit ein paar, gut gelaunten, Franzosen einen Junggesellenabschied.

Musiker in ContrexévilleSonntagmorgens durften wir noch einmal das leckere, französische Baguette genießen und trafen uns dann mit unserem Gepäck vor dem Casino, wo wir alles in den Bus einluden. Anschließend nahmen wir, zusammen mit dem Musikverein von Contrexéville, auf der Bühne des Theatersaals im Casino Platz. Wir untermalten mit den Hymnen und einigen weiteren Stücken aus unserer Unterhaltungsmappe die Feierlichkeiten des Partnerschaftsjubiläums. Wieder einmal genossen wir dann ein köstliches Festmahl, mit (zu lauter) Unterhaltungsmusik. Nachdem wir alle satt waren und noch einmal das Badnerlied zum Besten gegeben hatten, verabschiedeten wir uns von den Gastfamilien und bestiegen den Bus, um die Heimreise anzutreten.

Wir fuhren eine Weile und machten dann einen kurzen Zwischenstopp an einer Tankstelle. Wie immer war die Stimmung im Bus sehr beschwingt und fröhlich und wir hatten jede Menge zu Lachen als wir noch einmal die Erlebnisse mancher Musiker Revue passieren ließen. Trotz eines tollen Wochenendes waren wir dann froh gegen 21 Uhr in Grombach anzukommen.

Ein Dankeschön nochmal an den Partnerschaftsförderverein, unsere Aushilfsmusiker und Jürgen Peth, der durch sein Engagement als Dirigent die Fahrt erst ermöglichte.

von Marvin Frank.